Herzlich Willkommen

auf den Seiten der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen.

Die Pfarrer*innen und weitere Ansprechpartner geben Ihnen gerne Auskunft.

Wir laden ein zu Gottesdiensten im Baumhofzentrum und in der Melanchthonkirche. Dort finden Sie ein vielfältiges Angebot unterschiedlicher Gottesdienstformen.

Die Petrikirche ist aus Sicherheitsgründen derzeit stillgelegt.

Eine Übersicht der aktuellen Termine erhalten Sie im Kalender, Informationen zu Amtshandlungen wie Taufe, Trauung und Beerdigung finden Sie auf dieser Seite ebenso wie die Angebote im Kulturraum /Melanchthonkirche.

Die Melanchthonkirche ist Gemeindekirche und Kulturkirche zugleich.

Die Evangelische Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen bietet vielfältige Möglichkeiten zur Teilnahme. Sie können einmalig vorbeischauen oder auf Dauer dazukommen. Es gibt aus der Gemeinde und in den Gruppen und Angeboten vieles zu entdecken. Wir freuen uns auf Sie.

 

Grusswort aus dem aktuellen Gemeindebrief

Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, auf dass es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.
(Lk 1,78-79)

Zu Advent und Weihnachten geht es um die Ankunft Gottes in dieser Welt. Lukas fasst dies in der Metapher des Lichtes, das die Finsternis erhellt. Jedes Jahr neu formulieren wir in diesen Tagen des Advents dieselbe Hoffnung. Wir zünden wieder und wieder die gleichen Kerzen an. Das, worum es dabei geht, wird in diesen Versen sehr schön beschrieben. Das Licht aus der Höhe, von oben, von Gott, das sich herabsenkt auf die, die in der Finsternis, die im Tal des Todes sind. Sehr schön formuliert ist das. Poetisch. Man hat sofort ein Bild vor Augen.

Aber eine Frage habe ich dann doch. War es wirklich nur ein Besuch des Lichtes? Ein Kommen und Gehen? Wie an einem sonnigen Nachmittag für einen Moment das Zimmer erhellt ist und dann wieder alles im Schatten liegt? Wo stehen wir jetzt? Stehen wir wieder im Dunklen? Wie lange schon? Hat Jesus diese Welt nur gestreift? Wirkungslos? Oder hat die Berührung durch das Licht die Landschaft verändert? Gibt es so etwas: Spuren des Lichtes? Wie können auch wir das Licht spüren?

Vielleicht, indem wir die Hoffnung auf Licht, die uns in diesen Tagen umtreibt, zu leben versuchen. Dann wäre Glaube nicht, dass wir uns schöne Gedanken über Gott machen, sondern dass wir selbst die Inkarnation, die Menschwerdung Gottes leben, in dem anderen Menschen zum Engel, zum Boten Gottes werden, so dass der andere in unserem Gesicht Gottes Gesicht sähe. Wie denn sonst sollte Gott unter uns lebendig werden? Wie wäre das, wenn wir einander inkarnatorisch begleiten würden? Gibt es so etwas: Inkarnatorische Begleitung, inkarnatorische Seelsorge? Wenn nicht, sie müsste erfunden werden.

Es würde bedeuten, dass wir uns involvieren lassen, furchtlos einwickeln lassen in die Geschichte des anderen. Helfen geschieht dann nicht von oben herab, sondern im Mitsein mit dem anderen. Auf einem Weg sein. Gemeinsam. Es würde bedeuten, dass wir dem anderen, dass wir uns wechselseitig zum Segen werden können. „Du sollst ein Segen sein.“, gibt Gott dem Abraham auf den Weg. Warum nicht auch wir? Was würde sich verändern, wenn genau das unser Lebensziel wäre? Zum Segen werden. Mag sein, dass es uns den Atem nimmt. Mag sein, dass wir Unverständnis ernten und Kopfschütteln, weil wir dabei uns selbst riskieren, weil wir uns so bedingungslos einzelnen Menschen zuwenden und dabei den Rest der Welt zu vergessen scheinen. Tun wir aber nicht. Diese Zuwendung hat stets etwas Exemplarisches. Es geht nicht um mich. Es geht darum, dass Gott unter uns lebendig, dass Gott unter uns spürbar wird. Im Gesicht des anderen begegnet mir Gott. So kann es Weihnachten werden.

Martin Röttger

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