Neues aus dem Presybterium

Aktuelles

01.09.2017

Nachdem im ersten Quartal hauptsächlich Bauangelegenheiten auf der Tagesordnung des Presbyteriums standen, konnten zwischen Mai und August ausführlicher inhaltliche Aufgabenstellungen angegangen werden: Wie verhält es sich z. B. mit den Wünschen vieler Familien, die Taufe ihrer Kinder nicht im sogenannten „Hauptgottesdienst“ sonntags um 10.00 Uhr zu feiern, sondern in einem extra für die und mit der Familie gestalteten Taufgottesdienst? Oft möchten ja Familienangehörige Texte lesen, musizieren oder ausführlichere Wünsche für den Täufling äußern. Hier wird der Unterschied von Theorie zu Praxis deutlich; theoretisch feiert die Gottesdienstgemeinde die Aufnahme eines neuen Christenmenschen in die Gemeinde. Praktisch aber fühlen sich viele Tauffamilien verunsichert durch die ihnen unbekannte Gottesdienststruktur und fühlen sich belastet durch die Anforderung, den relativ festgefügten Gottesdienstablauf nicht durcheinanderzubringen. Die Gottesdienstgemeinde dagegen erwartet in der Regel eine anspruchsvolle Predigt und fühlt sich durch die andere Erwartungshaltung der Tauffamilien und ihrer Freunde und Verwandten oft irritiert. Bei 30-40 Taufen im Jahr würde in beinahe jedem zweiten Gottesdienst eine Taufe stattfinden. So hat das Presbyterium beschlossen, dass die Pfarrerin / der Pfarrer gemeinsam mit den Familien einen Ermessensspielraum bekommen, der Einzelfallentscheidungen möglich macht. Ebenso hat es beschlossen, dass die Gemeinde auch in den Taufgottesdiensten die Kosten für den Organisten übernimmt.

Beim Tauffest an der Ruhr wurden aus unserer Gemeinde übrigens elf Täuflinge getauft.
Ein weiteres Thema des Presbyteriums war die Begleitung von getauften ehemaligen Moslems in unserer Kirchengemeinde. Hier wird eine Zusammenarbeit mit den benachbarten Gymnasien und mit den Kirchengemeinden Querenburg und Stiepel angestrebt.

Ebenso beschlossen wurde die Finanzierung von zwei integrativen Projekten (Religionen erkunden und Kunst- und Kulturprojekt), die im Melanchthonsaal gemeinsam mit Jugendlichen aus Wiemelhausen und minderjährigen Flüchtlingen durchgeführt werden.

Aus der Alma & Heinrich Vogelsang-Stiftung kommt der Gemeinde jährlich ein Betrag zu, den sie für diakonische Aufgaben verwenden darf. Für den Kindergarten KiWiNest wurden € 3.000 bestimmt, für Widows Care e.V. (Witwenhilfe in Nigeria) € 1.000, für die Aktion Canchanabury € 2.500 und für die Aktion „Decken für Malawi“ € 1.500. Die freien Kollekten bis zum Jahresende sollen bestimmt sein für die Kinderhilfe Ruanda, Katastrophenhilfe Somalia, Hungersnot im Jemen und das Frauenhaus in Bochum.

In der Juli Sitzung wurde auch über die Besetzung des „Gemeindestruktur-Ausschusses“ beraten, der ab September mit dem Konzeptionsberater Jörg Beste von der Firma Synergon die Arbeit fortsetzt. Er setzt sich zusammen aus Pfarrer Röttger, dem Baukirchmeister Markus Uhrich, der stellvertretenden Baukirchmeisterin Gertrud Dr. Wegner und den Presbytern Dr. Joachim Penzel und Holger Saiko.

Unter dem Thema Bauangelegenheiten beschloss das Presbyterium die Abstützung der Orgelempore und des Daches über der Orgelempore in der Petrikirche zur Sicherung der Orgel. Inzwischen sind auch aus der Gemeinde Vorschläge zur Neugestaltung des Petri-Areals eingegangen. Dafür herzlichen Dank.
Das Gemeindefest am 9. Juli war sehr gut besucht und hat allen viel Freude gemacht.

Der bisherige Austragungsort, der Schrebergarten an der Petrikirche, stößt aber bei einer so großen Besucherzahl an seine Grenzen.
Für das Gemeindefest 2018 wird über eine neue Form und einen neuen Ort nachgedacht.

Eckhardt Loer