Diskussion über Verkehrsberuhigung der Schellstraße

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

25.02.2017

Bericht der WAZ

Aus: Unsere Stadtteile / Nord/Mitte vom 10. Februar 2017 von Sabine Vogt

Schellstraße soll beruhigt werden

Antrag im Bezirk Mitte zum Schutz von Kindern. Vorschläge lauten: Einbahnstraße, Parkplätze wegnehmen und Verengung durch Poller

Die Schellstraße im Ehrenfeld ist eine Anwohnerstraße, auf der beidseitig geparkt wird, was Gegenverkehr nicht zulässt. Seit sich die Kita im Ernst-Moritz-Arndt-Haus (Ema-Haus) an der Königsallee 40 gegenüber der Melanchthonkirche stark vergrößert hat, queren viele Kinder die Fahrbahn. Bezirksbürgermeisterin Gabi Spork hat deshalb im Bezirk Mitte beantragt, die Schellstraße zu beruhigen.

Die Kita wird den Pfarrgarten mit nutzen; das Außengelände soll für Kinder unter 3 Jahren umgestaltet werden. Damit der Weg vom Ema-Haus zur Kirche über die Schellstraße sicherer werden kann, soll der Verkehr dort beruhigt werden. Außerdem würde dadurch der Platz zwischen Kirche und Kita wieder hergestellt, der vor Jahren bei der Verbreiterung der Königsallee auf vier Spuren der Gemeinde genommen wurde.

„Ein solcher Platz ist für kirchliche Feiern (Konfirmation, Hochzeit) notwendig, da es ansonsten gefährlich wäre, wenn man direkt aus der Kirche kommt und auf dem kombinierten Fuß-/Radweg landet“, soweit Gabi Spork. Die Schellstraße werde von vielen Autofahrern als Abkürzung genutzt, was die Anwohner nervt. Überdies ist der Parkdruck im Sprengel groß.

Oftmals führen Autofahrer sehr schnell, um vor einem möglichen Gegenverkehr durchzukommen, was die Sicherheit der Fußgänger weiter gefährde. In ihrem Antrag machte die Bezirksbürgermeisterin Vorschläge: Die Verwaltung solle prüfen, ob die Schellstraße eine Einbahnstraße werden könnte. Weitere Vorschläge: Parkplätze zwischen Kita und Kirche entfernen, die Fahrbahn durch Poller oder kurvige Verkehrsführung verengen und Querparkplätze wie an der Bessemer Straße einrichten.

Dazu erklärte die Stadt im Bezirk Mitte, dass eine Umgestaltung (z.B. Einrichtung einer Einbahnstraße) der Schellstraße erst möglich ist, wenn die Ergebnisse einer Untersuchung für den Verkehr im gesamten Ehrenfeld vorliegen.

Diese Untersuchung umfasst das Gebiet des Ehrenfeldes mit Hattinger Straße und Königsallee und betrifft neben der Schellstraße weitere Maßnahmen, die die Kapazitäten im Straßennetz im Ehrenfeld verbessern sollen. Im vergangenen Jahr wurde ein Ingenieurbüro mit der Untersuchung beauftragt. Mittlerweile liegt ein erstes Zwischenergebnis vor, das mit dem Planungsbüro, Vertretern der Verwaltung, der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde diskutiert wurde. Untersuchungen des Ingenieurbüros: Sobald ein Untersuchungsergebnis vorliegt, wird eine Planung zur Verkehrsberuhigung der Schellstraße erstellt. Mit dem Ingenieurbüro hat die Stadt vereinbart, den Abschlussbericht zeitnah zu präsentieren. So kann voraussichtlich im zweiten Quartal die Politik informiert werden.