Konfirmation-Jubeljubiläum

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20.12.2018

Das deutsche Wort „Segen“ kommt von „signare“. Kennzeichen, beschreiben. Wenn man seine Bücher verleiht, schreibt man seinen Namen vorne hinein, man signiert das Buch, damit klar ist: es ist mein Buch. Es gehört mir. Es soll zu mir zurück.

Im Alten Testament steht als Anweisung für die Segnenden: ihr sollt die Israeliten mit meinen Namen signieren. Legt meinen Namen auf sie, dadurch sind sie gesegnet.

Segnen heißt also da: die Gesegneten erinnern, dass nicht ihr Gehalt, ihre Sorge um die Gesundheit, ihre Angst vor dem Wenigerwerden, nicht mal die Angst ums Leben ihr Herr soll. Wenn man die guten Ideen, die aus dem Göttlichen kommen, Chef sein lässt, dann entmachtet man ja automatisch die anderen Ansprüche von anderen Mächten, die an uns gestellt werden.

Am Sonntag, dem 28.10.2018., feierten in der Melanchthonkirche 44 „Jubiläumskonfirmanden“ mit ihren Angehörigen und der Gemeinde das Fest der Goldenen, Diamanten, Eisernen und Gnadenkonfirmation. Im festlichen Gottesdienst mit Posaunenchor und Kirchenchor erinnerten sie sich an ihre Konfirmationen und ließen sich erneut den Segen zusprechen.

Danach ging die Feier im Baumhofzentrum weiter. Fotos wurden gezeigt, Erinnerungen ausgetauscht und einem Vortrag von Reinhard Gülle zugehört über die Geschichte des Stadtteils Wiemelhausen. Die Aussage der Jubilare beim Abschied: Es war anrührend und schön. So Gott will und wir leben, sind wir in fünf. bzw., 10 Jahren wieder dabei.

Eckhardt Loer