Lesung von Esther Münch in der Melanchthonkirche

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14.01.2019

Lesung: „Warum ich Nazi wurde“

Wir leben in einer Zeit, in der es uns vielleicht noch nie so gut gegangen ist, wie in Zeiten davor. Dennoch ist unser Gefühl ein ganz anderes. Wir haben Sorgen, Nöte und Ängste. Diese Ängste äußern sich vielschichtig und immer mehr reden wir genau darüber in der Öffentlichkeit. Manche haben Angst vor Überfremdung, andere fürchten den Verlust ihrer Existenz und wieder andere ängstigt das Erstarken rechter politischer Kräfte.

Im September 2018 erschien das Buch „Warum ich Nazi wurde“, herausgegeben von Wieland Giebel. Es handelt sich hierbei um eine Sammlung originaler Biogramme aus den 1930er Jahren, in denen die Menschen erklären, warum sie in die NSDAP eingetreten sind.

Bei näherem Hinsehen fällt auf, dass es viele Parallelen in den Emotionen der Menschen von damals zu uns heute gibt. Dazu gehören Angst vor Überfremdung, Politikverdrossenheit, Existenzängste, Vertrauensverlust in die Demokratie an sich, u.v.m.! Sie sind unserem Empfinden heute sehr ähnlich. Wiederholen wir also mit den aktuellen Entwicklungen die Geschichte oder können wir aus ihr lernen?

Die Idee, diese Veranstaltung am 13.02.2019 in der Melanchthonkirche zu durchzuführen, erwuchs aus zahlreichen Diskussionen und Gesprächen im Sprachcafé für Flüchtlinge der Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen. Als Gastgeber der Lesung von Esther Münch, lädt das Presbyterium der Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen herzlich ein.

Wann: 13.02.2019, 19:00 Uhr – Einlass 18:15 Uhr
Wo: Melanchthonkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen
Königsallee 46, 44789 Bochum
Eintritt: 5,00 € – Der Eintritt geht als Spende an „Weißer Ring e.V.“
EINTRITTSKARTE NUR AN DER ABENDKASSE

Foto: Michael Grosler