Aus dem Gemeindeleben

Aus dem Presbyterium

01.03.2021

Der letzte Bericht aus dem Gemeindeleben im letzten Gemeindebrief (Dezember 2020 – Februar 2021) endete mit der Frage, wie wir die Weihnachtsgottesdienste unter Coronabedingungen feiern könnten.

Von Heiligabend bis Neujahr hatten wir – nachdem uns die zunächst vorgesehene Durchführung eines „Wandelgottesdienstes“ zu riskant erschien – 14 Kurz-Gottesdienste mit begrenzter Personenzahl geplant. Da aber die Infektionszahlen nicht sanken und der öffentliche Lockdown verschärft wurde, hat sich das Presbyterium schweren Herzens entschlossen, auf die Präsenzgottesdienste zu verzichten.Ersatzweise haben wir eine „Fingerhutkirche“ mit dem Schwerpunkt auf Familien und einen Weihnachtsgottesdienst mit dem Schwerpunkt Erwachsene produziert und ins Netz gestellt. 

Der Erwachsenengottesdienst wurde mehr als 400 mal aufgerufen, die Fingerhutkirche mehr als 250 mal.

Geht man davon aus, dass jeweils mehrere Zuschauer pro Aufruf den Gottesdienst gesehen haben, haben wir die Zahl der sonstigen Gottesdienstbesucher an einem „normalen“ Weihnachtsfest (ca. 1600) ungefähr erreicht.  

Dennoch freuen wir uns auf das nächste Weihnachten, das wir hoffentlich wieder gemeinsam in Kirche und Baumhofzentrum feiern können.

14-tägig gibt es nun zusammen mit den Gemeindegliedern aus Stiepel und Querenburg Zoom-Gottesdienste, die live mitgefeiert werden können. Uns ist bewusst, dass gerade alte Menschen, die uns besonders verbunden sind, keinen Internetzugang besitzen. Viele warten ungeduldig, dass Gottesdienste wieder in Präsenzform gefeiert werden können.

Bitte achten Sie auf Pressemitteilungen, Ankündigungen in den Schaukästen und auf der Homepage, wann und in welcher Form wir die Gottesdienstfeiern wieder aufnehmen.Eines ist jetzt schon sicher: Wir werden ab der Wiederaufnahme der Präsenz-Gottesdienste neue und außergewöhnliche Gottesdienstzeiten haben: Im Baumhofzentrum werden wir immer sonntags um 10.00 Uhr feiern und in der
Melanchthonkirche immer sonntags um 12.00 Uhr. Näheres finden Sie in einem eigenen Beitrag dazu. 

Wenn die Heimbewohner und Heimbewohnerinnen unserer vier auf dem Gemeindegebiet liegenden Altenheime mehrheitlich geimpft sind, werden wir auch dort die Feiern der Gottesdienste wieder aufnehmen. Sie werden dort schmerzlich vermisst. Für das St. Johannes-Stift an der Borgholzstraße konnten wir für die Zukunft Frau Pfarrerin i.R. Antje Streithof-Menzler als ehrenamtliche Predigerin gewinnen.

Nachdem wir zum Jahreswechsel Frau Christiane von der Ruhr aus unserem Gemeindebüro verabschieden mussten, ist seit dem 1.1.2021 Frau Heike Rojek-Kröger dort angestellt.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihr.

Frau Rojek-Kröger war als Presbyteriumsmitglied verantwortlich für die Finanzen unserer Gemeinde. Nach der Kirchenordnung darf kein Mitglied des Presbyteriums zugleich Angestellter derselben Gemeinde sein. So mussten wir Frau Rojek-Kröger mit Bedauern aus dem Amt verabschieden. Herr Holger Saiko nimmt als stellvertretender Kirchmeister solange das Amt wahr, bis wir aus dem Kreis der Presbyter einen anderen Kandidaten / eine andere Kandidatin für diese Aufgabe gefunden haben. Auf die freigewordene Presbyterstelle wurde Frau Ralitza Jamrozy nachberufen. Sie stellt sich in einem kleinen Artikel selber vor.

Ebenfalls zum 1.Januar 2021 konnten wir mit 9 Stunden Frau Mareike Hauer aus dem Bochumer Jugendpfarramt einstellen, die uns in der Jugendarbeit unterstützt. Zur Zeit hilft sie unter anderem als „digital native“ uns Pfarrern bei der Erteilung des Kirchlichen Unterrichts in unseren wöchentlichen digitalen Zusammenkünften. Am 21. März werden Sie auch den digitalen Vorstellungsgottesdienst unserer derzeitigen Konfirmanden und Konfirmandinnen im Netz sehen können.

Unsere Mitarbeiterinnen in den Kindertagesstätten KiWi-Nest und KiTa Melanchthon sind in der Coronazeit hohen Belastungen ausgesetzt. In Gesprächen in den vergangenen Wochen war das deutlich zu spüren. Näheres dazu finden Sie auch in diesem Gemeindebrief an anderer Stelle. Im Kulturbereich beschreiten die Gemeinde und der Förderkreis Kulturraum Melanchthonkirche ebenfalls neue Wege. Die musikalischen Abendkirchen im Advent und in der kommenden Passionszeit, das stadtbekannte Silvesterkonzert „Löcher im Licht“ sowie die weiteren Konzerte wurden und werden ebenfalls digital produziert. 

Ein Blick auf die Homepage des Kulturraumes (www.kulturraum-melanchthokirche) sei Ihnen empfohlen. Auch das inhaltliche theologische Arbeitsfeld liegt nicht brach. Der Theologische Gesprächskreis trifft sich seit Januar wieder per zoom. Neue Mitglieder sind willkommen. Ansprechpartner für alle Gruppen finden Sie in diesem Gemeindebrief. Die Konfirmationen werden voraussichtlich wie im letzten Jahr wieder in Kleingruppen zu fünf Konfirmanden und Konfirmandinnen stattfinden. Wir hoffen, dass bis zu den Konfirmationsterminen wieder Gottesdienste mit begrenzter Personenzahl gefeiert werden können. Nun warten wir gespannt und hoffnungsvoll auf die weiteren Entwicklungen. Zu Ostern hatten wir im vergangenen Jahr ja schon den ersten Lockdown. Damals hatten wir die Melanchthonkirche für ein stilles Gebet und ein Anzünden und eine Mitnahme von Osterkerzen geöffnet. 

Wir werden sehen, wie es in diesem Jahr sein wird. Ich grüße Sie herzlich im Namen des Presbyteriums und verbleibe mit allen guten Wünschen.

Ihr Eckhardt Loer