Wege einer Partnerschaft (Schluss)

Aus der Gemeinde

01.03.2022

Nach dem Erscheinen unseres letzten Gemeindebriefs wurde ich gefragt, ob es denn noch Verbindungen zur Kirchengemeinde in Zeuthen-Miersdorf gäbe. Ja – es gibt sie noch.

Zwar hat der letzte offizielle Besuch einer Delegation aus unserer Kirchengemeinde vor etwa zehn Jahren stattgefunden, als der evangelische Kindergarten in Miersdorf eingeweiht wurde. Auf privater Ebene gibt es jedoch immer noch Kontakte zwischen den (ehemaligen) Partnergemeinden, die in ihrer ursprünglichen Gestalt so nicht mehr bestehen. Von der Möglichkeit, telefonisch zu kommunizieren, wird ziemlich regelmäßig Gebrauch gemacht – und zwar in beiden Richtungen. Persönliche Freundschaftsbesuche hat es bis zur Pandemie ebenfalls in beide Richtungen gegeben. Seit etwa zwei Jahren haben wegen der Kontaktbeschränkungen meines Wissens nur zwei Wochenendbesuche aus Miersdorf stattgefunden.

Auch werden zwischen den Gemeinden immer noch Gemeindebriefe (in Papierform) ausgetauscht. (Sie können selbstverständlich auch über das Internet eingesehen werden.) Dabei wird der Gemeindebrief „Treffpunkt Kirche“ der Kirchengemeinde Miersdorf inzwischen unter diesem Namen für eine Region von sechs Kirchengemeinden, zu der auch Wildau und Zeuthen gehören, fortgeführt. In diesem Gemeindebrief sind übrigens keine Anzeigen enthalten.
Schließlich soll nicht unerwähnt bleiben, dass Christian Finke-Tange, der vor etwa 25 Jahren Organist der Petrigemeinde war, seit mehr als zwanzig Jahren Kantor der Kirchengemeinden Wildau und Zeuthen ist und häufig im Gemeindebrief über kirchenmusikalische Aktivitäten berichtet.

Der ursprünglich angestrebte Zweck der Partnerschaft, nämlich das Bewusstsein zu stärken, dass wir über die innerdeutsche Grenze hinweg einer Evangelischen Kirche in Deutschland angehören, ist seit etwa dreißig Jahren erreicht – oder doch nicht? Nach 1990 hatten wir – wie im Gemeindebrief Sept./Nov. 2021 ausgeführt – mit unseren Partnern in Zeuthen-Miersdorf darüber diskutiert und waren zu dem Ergebnis gekommen, dass auch nach der Beendigung der Teilung unseres Landes die Gräben zwischen Ost und West noch ziemlich tief waren. An der Überwindung dieser Trennung haben wir seitdem mit unseren begrenzten Mitteln und Möglichkeiten gearbeitet und werden dies auch weiter tun. Die Vollendung der inneren Einheit unseres Volkes ist aber letztlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Eckhard Knoblauch