Die Petrikirche

Die Petrikirche gehört zu den beeindruckendsten Kirchen im Bochumer Süden. Auf einem Hügel im Zentrum Wiemelhausens errichtet, zählt sie zu den weithin sichtbaren Landmarken der Stadt.

Die wegen ihrer Farbe bald als „rote Kirche“ bezeichnete Petrikirche wurde zwischen 1901 und 1903 zusammen mit dem daneben liegenden Pfarrhaus errichtet. Seit 1989 steht sie als herausragendes Beispiel einer Konzeption nach dem „Wiesbadener Programm“ unter Denkmalschutz. Mit dem Programm war Ende des 19. Jahrhunderts eine Neuorientierung und Modernisierung im evangelischen Kirchenbau aufgekommen. Es befreite von traditionellen Stilvorgaben und war vor allem durch eine Einheit von Kanzel, Altar und Orgel in der Mittelachse des Innenraums gekennzeichnet.

Bereits in der Kreuzform der Petrikirche zeichnet sich der Gedanke einer Predigtkirche mit einem Zentralraum ab, den die Gemeinde gegen den Widerstand der kirchlichen Genehmigungsbehörden durchsetzte. Die Winkel des Kreuzbaus werden durch den markanten Hauptturm, den Nebenturm, die Sakristei, Vorhallen und Emporentreppen ausgefüllt. Auch das äußere der Petrikirche spiegelt den neuen Geist. Alle Fassaden verfügen über eine reichhaltige, wohlproportionierte Durchgliederung aus sich vielfach überlagernden, neugotischen Backsteinschmuckelementen.

Trotz diverser Umbauten im Rahmen des 1956 abgeschlossenen Wiederaufbaus ist das ursprüngliche Raumkonzept noch gut erkennbar. Weiterhin überspannen mächtige Backsteinbögen und die einzigartige gewölbeartige Holzdecke den Innenraum. Die bemerkenswerten Altarfenster wurden aus den Glasscherben der Fenster der Trauerhalle am Friedhof Freigrafendamm neu gestaltet. äußerlich erscheint die Kirche bis heute weitgehend unverändert.

2011 wurden unter der Kirche ein Luftschutzstollen und ein nicht ordnungsgemäß verfüllter Bergbaustollen entdeckt. Wegen Einsturzgefahr wurde die Kirche stillgelegt. Nach einer kostenintensiven Verfüllung der Stollen (€ 350.000), die einen großen Teil der für die Sanierung der Kirche vorgesehenen Mittel verschlang, wurde die Kirche wieder in Betrieb genommen. Bei nachfolgenden Gutachten wurden weitere große Schäden entdeckt. Die Ortgangabdecker drohten abzurutschen, im Gebälk wurden diverse Sorten von Schimmel festgestellt. Ein neues statisches Gutachten von 2017 stellt fest, dass die Standsicherheit des Dachstuhles nicht gewährleistet ist.
Aus diesen Gründen wurde die Kirche zum Jahr nach den Weihnachtsgottesdiensten im Dezember 2015 erneut stillgelegt. Die Gemeinde ist nicht der Lage, die notwendigen Sanierungskosten, die sich schon vor der Entdeckung der gravierenden Schäden auf über eine Million summierten, aufzubringen. Derzeit befindet sie sich in einem Beratungsprozess über ihre Konzeption und die Rolle der Petrikirche im zukünftigen Gemeindeleben.

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