Der Wuselgottesdienst wird zur Familienkirche

Zwei Jahre ist es nun her, dass wir nach der Coronapause neu mit dem Wuselgottesdienst gestartet sind. Seitdem trippelt und trappelt es an jedem vierten Sonntag in der Melanchthonkirche. Zwischen 50 und 100 Menschen feiern dann miteinander Gottesdienst, lachen, singen, quatschen, beten und denken über Fragen des Glaubens nach. Seit dem inzwischen vergangenen Winter haben sich die Kinder u.a. mit der Schöpfungsgeschichte und dem Thema Auferstehung beschäftigt, wie passend, weil ja nun ganz sichtbar das Leben in der Natur zurückkehrt. Meist bleiben einige Gottesdienstbesucher auch nach Ende des Gottesdienstes noch ein wenig vor Ort, trinken Kaffee und spielen mit ihren Kindern im Gemeindegarten. Inzwischen, so könnte man sagen, ist eine richtige Familienkirche entstanden. Im Nordschiff der Melanchthonkirche ist die regelmäßige Präsenz der Kinder nun auch über den Wuselgottesdienst hinaus sichtbar: Dort stehen jetzt ein eigener Altar für die Kinder und Tische sowie Stühle, die für die Altersgruppe passend sind. Dort ist nun auch Raum für bleibende Spuren unserer jüngsten Gemeindemitglieder. Da sich das Wuselangebot an die Altersgruppe von null bis sechs Jahren richtet, fehlt bisher ein Angebot, das auch die Grundschulkinder interessant finden. Deshalb wollen wir nach den Sommerferien und damit durch den Wechsel einiger Wuselkinder in die Grundschule den nächsten Schritt wagen und im Familiengottesdienst eine Binnendifferenzierung ausprobieren. Die älteren Kinder sollen dann parallel zu den jüngeren ein eigenes Angebot bekommen, um sich altersgerecht mit biblischen Themen zu beschäftigen und Glaubensfragen thematisieren zu können. Einige Eltern haben den Wunsch geäußert, Ähnliches gleichzeitig auch Erwachsenen im Rahmen dieser Familienkirche zu ermöglichen. Dieser Wunsch freut uns sehr und wir wollen ihn in die weiteren konzeptionellen Überlegungen zur Familienkirche mit hineinnehmen. Bis uns auch das gelingen kann, freuen wir uns aber zunächst einmal darauf, dass dann ab August auch die Grundschulkinder durch unsere Melanchthonkirche trippeln und trappeln und erleben können, dass auch für sie Raum in unserer Gemeinde ist.
Es grüßen herzlich im Namen des Wuseläh, nein:
Familiengottesdienstteams Diakonin i.A. Katja Rossbach-Blauth und Diakon Niklas Kreppel
