Mittagskirche

Gottesdienste

01.06.2022

Die Mittagskirche nimmt die Distanz vieler zur Kirche ernst. Sie geht auf veränderte Lebensgewohnheiten und Lebensstile ein und öffnet sich neuen Inhalten und Formen.

Sie findet jeweils am 1. und 3. Sonntag im Monat um 12:00 Uhr statt. Am 1. Sonntag im Monat wird ein Dialog zwischen Literatur und Musik als ‚Feier im SprachKlangRaum‘ geführt. In Gehalt und Gestalt verbinden sich Musik und Literatur in vielfacher Weise.

Am 3. Sonntag im Monat steht ein thematischer Schwerpunkt im Zentrum. Dieser wird mit einer Kanzelrede, dialogischen Elementen und Musik entfaltet.

Gespräche im Anschluss können je nach Stand der Infektionsschutzregeln aufgenommen werden. Mit der existenziellen Frage, wie wir leben wollen, beschäftigen sich die acht Mittagskirchen des 1. Halbjahres 2022 weiterhin, nachdem die Jahresreihe 2021 erst im Herbst beginnen konnte.

Individuelle und gesellschaftliche Konstellationen, ökologische und ökonomische, digital-gesellschaftliche und spirituell-religiöse Zusammenhänge bestimmen die Auseinandersetzung mit der Frage, wie wir leben wollen. Der vielfältig aufzufächernde Themenkomplex hält viele Impulse für ein Nachdenken und Gespräche miteinander breit.

Sonntag, 5. Juni, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche Bochum
Den Rhythmus des Lebens spüren
Gedichte von Dorothee Sölle und Louise Glück
Rezitation: Karin Moog
Musik: Ludwig Kaiser

Sonntag, 19. Juni, 12:00 Uhr
Melanchthonkirche Bochum
Wie wollen wir Gottesdienste feiern?
Dialogkanzelrede: Dr. Anja Nicole Stuckenberger und Ludwig Kaiser
Musik: Ludwig Kaiser

Zeitgleich zum Bochumer Stadtkirchentag und vorab als Dialog in einer Andacht im Baumhofzentrum, 10:00 Uhr Musik: Michael Wilhelm
Die Liturgie eines Gottesdienstes leitet die Gemeinde vom Ankommen über Wort und Mahl hin zur Entsendung in die Welt. Liturgie ist dabei weit mehr als Struktur, Ablauf und Ordnung. Sie ist etwas außerordentlich Besonderes. Zugleich mit unserem Erzählen von Gott im Leben der Menschen erzählt Gott sich in unser Leben hinein – transformierendes Erzählen lebender Worte und wirkenden Tuns. Gottes Arbeit – unser Feiern. Und dies im schützenden Rahmen der Liturgie, die uns an der Begegnung mit Gott nicht zerbrechen lässt. Gesegnet werden wir von dort in die Welt gesendet, um zum Segen zu werden.

Ludwig Kaiser und Anja Stuckenberger arbeiten an musikgetragenen Liturgien für verschiedene Gottesdienstorte. Und in ihrem Austausch darüber stellen sie sich zuerst einmal Fragen über den Liturgiebeginn. Wann beginnt ein Gottesdienst? Was geschieht an diesem Beginn? Wer nimmt daran teil? Wie verkündigt der Beginn das Evangelium? Oder ist es ein Beginn, der ein Versammeln, ein Eintreten, ein Ankommen beinhaltet.

Im Rahmen der Mittagskirchenreihe Wie wir leben wollen und zum Anlass des Stadtkirchentags gehen Anja Stuckenberger und Ludwig Kaiser in einem offenen Dialog Fragen zum Liturgiebeginn nach in einer Andacht im Baumhofzentrum und in der Mittagskirche in der Melanchthonkirche.