Ein Rück- und Ausblick aus der Kita-Melanchthon

Gruppen und Angebote

01.03.2021

Für uns alle liegt ein turbulentes Jahr hinter uns, mit vielen Einschränkungen und Entbehrungen, aber auch mit Hoffnungen.

Am 16.März 2020 schloss die Landesregierung alle Kita`s in NRW. Für uns bis dahin ein undenkbares Ereignis. Schnell mussten wir uns mit Verordnungen, Hygieneplänen, Arbeitsschutzmaßnahmen, Risikogruppen und Ähnlichem auseinandersetzen. Für unsere Eltern galt ab da ein Betretungsverbot – schrecklich -.
Sogar unser Pfarrer Martin Röttger, der uns regelmäßig in unserem RELI-Kreis begleitet, durfte nicht mehr kommen. Die pädagogischen Angebote mussten ausgesetzt werden. Wir mussten auf Abstand gehen, das Gespräch mit Eltern und anderen nur noch mit Maske vor dem Gesicht. Wir waren und sind noch immer eine Kita im Pandemiebetrieb. 

Um mit den Eltern den Kontakt zu halten, wurde schnell ein Email-Verteiler eingerichtet; hier war und ist uns der Elternrat sehr hilfreich. – Danke – Nach dem ersten Lockdown, durften wir wieder öffnen. Aber nur für Eltern aus systemrelevanten Berufen; einige Kinder kehrten zurück und wurden in einer Gruppe betreut. Es wurde wärmer und die Kita öffnete für alle Kinder, aber mit eingeschränktem Betreuungsumfang, d.h. alle Kinder mussten auf 10 Stunden Betreuungszeit in der Woche verzichten. Wir mussten feste Gruppen einrichten, sogar unser Spielplatz wurde mit Flatterband abgetrennt. 

Die Kinder lernten schnell neue Rituale, wie z.B. nach dem Ankommen gründlich ihre Hände zu waschen und das Singen im Morgenkreis fand nur noch mit Maske oder Pullover vor dem Mund statt. Auch das regelmäßige Stoßlüften durfte nicht vergessen werden. Sehr traurig stimmte uns der Abschied der Maxi-Kinder, der ohne Abschiedsausflug und gemeinsames Zuckertütenfest mit den Eltern stattfinden musste. Den Fachkräftemangel bekamen wir auch deutlich zu spüren. So blieben über einen Zeitraum 2 Stellen unbesetzt, da es schlicht und einfach keine Bewerber gab. Kurz vor den Sommerferien kehrten wir zurück in den normalen Kita-Betrieb; die Kinder blieben zwar noch in ihren festen Gruppen, durften sich aber wieder untereinander besuchen und miteinander spielen. Auch die pädagogischen Angebote durften zaghaft wieder starten. Wir schöpften Hoffnung.

Wir konnten 21 neue Kinder und Eltern in unsere Kita aufnehmen. Die Eingewöhnungsphase für die neuen Kinder fand im strikten „Stundenplan“ statt. Ein Elternteil durfte mit Maskenschutz sein Kind begleiten. Weiterhin gilt das Betretungsverbot, so dass der neue Elternrat per Briefwahl gewählt wurde. Der allseits beliebte Laternenumzug musste abgesagt werden. Wir feierten stattdessen ein „Lichterfest“ mit den Kindern. Der Nikolaus besuchte uns auf dem Außengelände mit Mundschutz.

Dann kurz vor Weihnachten der nächste Lockdown. Diesmal richtete die Landesregierung einen Appell an alle Eltern: Kinder, wenn möglich zu Hause zu betreuen und nicht in die Kita zu schicken. 

Eine schwierige Entscheidung für alle Eltern! Auch nach der Weihnachtsschließung befinden wir uns in dieser Situation : Reduzierte Betreuungszeiten, feste Gruppen, strikte Regeln…
Wir sehnen uns, wie alle, nach einem Ende dieser Pandemie, nach unbeschwerten Festen…

Hinweisen möchten wir noch auf unsere neu gestaltete Homepage mit interessanten Einblicken in die Kita Melanchthon.

Besuchen Sie uns gerne unter:

www.Kita-Melanchthon.de

Bis bald und bleiben Sie gesund!

Unser Artikel Rück- und Ausblick war gerade geschrieben, da erhielten wir eine sehr traurige Nachricht. Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb am 21.01.2021 unsere langjährige Kollegin Daniela Büschhofer.  

Unsere Kollegin Daniela Büschhofer war seit 2006 in unserer Ev. Kindertagesstätte Melanchthon tätig. Daniela hinterlässt bei uns allen unendlich viele schöne Erinnerungen. Wir und die Kinder erinnern uns an die Morgenkreise, die Daniela mit voller Leidenschaft gestaltete, an die Gottesdienste, die sie begleitete, an die zahlreichen Feste, für die sie immer viele tolle Ideen hatte. Daniela war ein Mensch, der gerne mit den Kindern gesungen hat. Sie hat es genossen, Bilderbücher vorzulesen, Geschichten zu erzählen.    

Sie hinterlässt eine große Lücke und wir sind unendlich traurig.

Euer Melanchthon Kitateam