Reisebericht Malawi Teil 1

Hilfe für Malawi

14.10.2020

Reise nach Nkhoma / Malawi

Am 29. Februar 2020 war es soweit. Nach etlichen Impfungen (Hepatitis, Tollwut…) und vielen Vorbereitungen ging es endlich los.
Natürlich ließ es sich Pfarrer Martin Röttger, einer der Mitbegründer des deutschen Teams der Organisation Alinafe – Comunities of Hope, nicht nehmen, uns mit einem gemeinsamen Gebet und Segen zu verabschieden.

Auch Florian Barth und Esther Chung, ebenfalls Mitglieder der ersten Stunde, und wie Martin Röttger erfahrene Malawi-Reisende, haben uns verabschiedet und wären am liebsten mit uns mitgefahren. Unsere Partner dagegen betrachteten unsere Abfahrt eher mit gemischten Gefühlen. Vor einigen Wochen hatte es noch gewalttätige Unruhen aufgrund einer manipulierten Wahl in Malawi gegeben, aber auch die aufkommende Corona-Pandemie bereitete ihnen ein mulmiges Gefühl. Wir hingegen waren frohen Mutes und freuten uns auf unsere Jungs Oscar und Zion, die seit sechs Monaten in Nkhoma lebten, auf die Koordinatoren und all die anderen Menschen in Nkhoma, die uns inzwischen ans Herz gewachsen sind.

Mit dem Gemeindebus ging es zum internationalen Flughafen Frankfurt. Jede von uns hatte zwei große Gepäckstücke mit mindestens 23 kg Inhalt + 8 kg Handgepäck + Rucksack + Handtasche dabei. Die insgesamt 6 großen Koffer waren gefüllt mit Spenden aus der koreanischen Gemeinde, der Wiemelhausener Gemeinde, sowie von unseren FreundInnen und KollegInnen. Wir hatten vor allem Kleidung, Schuhe, Verbands¬mittel, Medikamente, Desinfektions¬mittel und Spielzeug im Gepäck. Unser persönliches Gepäck haben wir jeweils auf 8 kg Handgepäck für die gesamten 3 Wochen reduziert, schließlich wollten wir so viel Platz wie möglich für die Geschenke für die Menschen vor Ort haben.
Wenn man bedenkt, wie viel Gepäck wir sonst mit in den Urlaub nehmen …

Aufgrund der aufkommenden Pandemie haben wir uns mit Schutzmasken versorgt und sie in kritischen Momenten aufgesetzt, damit wir gesund bleiben und auch keine Viren nach Malawi einschleppen. Insgesamt waren wir 24 Stunden auf den Beinen bis wir endlich in der Hauptstadt Lilongwe/Malawi ankamen.

Wir wurden bereits von unseren Kindern Oscar und Zion sowie Chifundo, einem der Koordinatoren, und Macki erwartet. Macki sollte in den nächsten drei Wochen unserer Fahrer sein. Mit dem Minibus ging es dann über 1,5 Stunden von Lilongwe nach Nkhoma.

In Nkhoma angekommen sind wir nach einer kleinen Tour durch das Städtchen direkt zur Gastfamilie von Oscar und Zion gefahren. Ellen und ihr Mann Innocent sind beide Professoren an der Universität von Nkhoma und leben in einem befestigten Haus mit ihrem Sohn und vielen Angehörigen. Das Leben in der Großfamilie ist Teil der malawischen Kultur. Vor allem, wenn die Versorgung eines Kindes oder Elternteils nicht mehr gesichert werden kann, nehmen andere Familienmitglieder diese bei sich auf. Durch die besondere Stellung des Paares leben viele Familienmitglieder im Haus. Oscar und Zion wurden ebenfalls Teil der Großfamilie.

Nach einem gemeinsamen Abendessen in der Familie fuhren wir in die Mbawa-Lodge, wo wir untergebracht waren. Die Lodge besteht aus verschiedenen kleinen Hütten und einem Gemeinschaftsraum mit Küche.

Hier kommen viele der freiwilligen Helfer aus unterschiedlichen Ländern unter, die im Krankenhaus praktizieren oder in anderen Hilfsprojekten eingebunden sind. In der Zeit vor Ort haben wir überwiegend Amerikaner und Holländer angetroffen.

Mit Ihrer Spende können Sie unterstützen

Ev. Kirchengemeinde Bochum – Wiemelhausen

IBAN: DE274305 0001 0018 3076 78 Sparkasse Bochum
Stichwort: Malawi

Kontakt:

malawi@kirchengemeinde-bochum-wiemelhausen.de
www.kirchengemeinde-bochum-wiemelhausen.de/malawi

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