Herzlich Willkommen

auf den Seiten der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen.

Die Pfarrer*innen und weitere Ansprechpartner geben Ihnen gerne Auskunft.

Wir laden ein zu Gottesdiensten im Baumhofzentrum und in der Melanchthonkirche. Dort finden Sie ein vielfältiges Angebot unterschiedlicher Gottesdienstformen.

Die Petrikirche ist aus Sicherheitsgründen derzeit stillgelegt.

Eine Übersicht der aktuellen Termine erhalten Sie im Kalender, Informationen zu Amtshandlungen wie Taufe, Trauung und Beerdigung finden Sie auf dieser Seite ebenso wie die Angebote im Kulturraum /Melanchthonkirche.

Die Melanchthonkirche ist Gemeindekirche und Kulturkirche zugleich.

Die Evangelische Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen bietet vielfältige Möglichkeiten zur Teilnahme. Sie können einmalig vorbeischauen oder auf Dauer dazukommen. Es gibt aus der Gemeinde und in den Gruppen und Angeboten vieles zu entdecken. Wir freuen uns auf Sie.

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Grusswort aus dem aktuellen Gemeindebrief

Auf ein Wort

Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen: „Tut Buße; denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen!“ (Mt 4,17)

Liebe Leserinnen und Leser.

Mit diesem Satz fasst Matthäus die ganze Botschaft Jesu zusammen. Wie ein Blitz leuchtet anfänglich etwas auf und verschwindet wieder. Man könnte also hier schon das Buch zuschlagen und wüsste alles. Es sei denn, gerade dieser Satz machte neugierig weiterzulesen. Vielleicht macht er auch skeptisch: Wie soll das denn gehen? Die Richtung meines Lebens ändern. Das Reich Gottes ist nicht da. Nie gesehen. Ich spüre nichts. Ich kenne es nicht.

Ist in jedem Menschen, in jedem Augenblick, jeder Situation – auch der traurigsten – eine Ahnung von etwas grundsätzlich Gutem, etwas Freundlichem, dem es zu folgen gilt? Jesus erzählt Geschichten – Gleichnisse nennen wir sie -, die uns lesend, hörend eine Tür öffnen, sodass wir mitspielen können. Das Reich Gottes ist wie… So beginnen viele dieser Geschichten. Und dann heilt Jesus Menschen und schafft für diese Menschen dadurch eine andere Wirklichkeit. Sie fallen in ein neues Leben. Auch das muss etwas damit zu tun haben. Reich Gottes. Es ist nahe herbeigekommen. Gott hat die Richtung umgekehrt. Gott hat sich den Menschen zugewandt.

Buße tun. Kehrtmachen? War denn alles falsch? Nicht zum Sklaven des eigenen Tuns werden. Eine Unterbrechung könnte guttun. Nicht einfach so weitermachen. Der sonntägliche Gottesdienst eröffnet einen Raum dafür: Da sind Zeit und Raum, um zur Ruhe und auf andere Gedanken zu kommen. Eigene Gedanken. Eigene? Gedanken, die plötzlich da sind. So könnte es sein.

Umkehr bedeutet nicht einfach, die Straßenseite zu wechseln oder dass man in eine andere Richtung weitergeht, als wäre nichts geschehen. Es bedeutet auch nicht vorm eigenen Leben wegzulaufen. Wer umkehrt, dessen Schritte ändern sich.

Es bedeutet zuerst einmal stehen bleiben, innehalten. Etwas sein lassen. Nein-Sagen. Das Reich Gottes ist ein Raum. Soweit der Himmel reicht. Himmelreich. Ohne Grenzziehungen. Jesus lädt in diesen Raum ein. Aber dafür müssen wir Platz lassen in unserem überfüllten Leben.

Buße heißt übrigens wörtlich, es besser machen. Mehr nicht.

Es reicht nicht die Straßenseite zu wechseln. Die kanadische Medizin- und Häuptlingsfrau der Algokin-Indianer Marie-Josée Tardif hielt eine Neujahrsrede beim Welttreffen von „Religions for peace“. Geben wir ihr das letzte Wort:

„[…] Nun braucht die Erde tatsächlich unsere Hilfe, um weiter zu existieren. Die Beweise sind eindeutig: Es ist dringend und zwingend nötig, dass wir etwas für ihren Erhalt unternehmen. Doch was? Ja, jetzt stellen Sie Ihr Wissen und Ihre Wissenschaft in den Dienst einer ‚nachhaltigen Entwicklung‘. Aber aus Sicht der Ureinwohner genügt das nicht. Wir sehen die Klimakrise als bloßes Spiegelbild einer Krise in den Herzen und Köpfen. Da muss sich etwas ändern. Nicht nur äußerlich! Sonst wiederholen wir immer die gleichen Fehler. […]“
DIE ZEIT, Nr. 3, 9. Januar 2020, S. 58

Ihr Martin Röttger

 

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