Herzlich Willkommen

auf den Seiten der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen.

Die Pfarrer*innen und weitere Ansprechpartner geben Ihnen gerne Auskunft.

Wir laden ein zu Gottesdiensten im Baumhofzentrum und in der Melanchthonkirche. Dort finden Sie ein vielfältiges Angebot unterschiedlicher Gottesdienstformen.

Die Petrikirche ist aus Sicherheitsgründen derzeit stillgelegt.

Eine Übersicht der aktuellen Termine erhalten Sie im Kalender, Informationen zu Amtshandlungen wie Taufe, Trauung und Beerdigung finden Sie auf dieser Seite ebenso wie die Angebote im Kulturraum /Melanchthonkirche.

Die Melanchthonkirche ist Gemeindekirche und Kulturkirche zugleich.

Die Evangelische Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen bietet vielfältige Möglichkeiten zur Teilnahme. Sie können einmalig vorbeischauen oder auf Dauer dazukommen. Es gibt aus der Gemeinde und in den Gruppen und Angeboten vieles zu entdecken. Wir freuen uns auf Sie.

 

Grusswort aus dem aktuellen Gemeindebrief

Die ausgewaschenen und bei Nässe rutschigen Gehwegplatten sind abgetragen. Aus den vergrasten Fugen wird kein Löwenzahn mehr wachsen. Die alten Garagen sind abgerissen. Ein knallroter Schriftzug, an die Mauer gesprayt, ist mit dem Schutt entsorgt. Nun entsteht dort ein imposanter Baukörper. Der Löwenzahn wird an anderer Stelle austreiben. Seine Samen, federleicht und beharrlich hat er schon ausgesendet.

Der Menschenrechtsaktivist und Fotograf Peter Steudtner verbrachte 113 Tage in einem türkischen Gefängnis. Von einem Mitgefangenen lernte er, dass die Samen der Pusteblume im Englischen messenger heißen. Wenn die Samen über die Mauer in den Gefängnishof schwebten, stellte er sich vor, an ihnen hingen kleine Botschaften, die ihm sagten: Du schaffst das oder ich denk an dich.

Die Gedanken sind frei. Die Vorstellungskraft lässt sich nicht einkerkern.
Biblische Geschichten, die fremdschönen alten Lieder klingen im Gottesdienst und in Konzertlesungen herbei: messenger.
An ihnen wächst in mir die Vorstellung, dass Gott die Klagen der Menschen hört.

Sie halten in mir die Überzeugung wach, dass Barmherzigkeit und Güte, Freundlichkeit und Nächstenliebe ein gutes Leben schenken und die Mauern, die aus Unzufriedenheit und Hass aufgerichtet sind, überwinden. Die Kraft zu solcher Hoffnung bringe ich nicht aus mir selbst hervor. Das würde ich nie und nimmer schaffen. Sie kommt mir zu, fliegt über Mauern und Grenzen, federleicht und beharrlich und weckt meine Vorstellungskraft.

Im Bibelwort für den Monat Mai heißt es:
„Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.“ Hebräer 11,1

Manchmal erdrückt die Realität den letzten Rest Hoffnung und lässt hart werden gegen sich und andere. Die Realität eignet sich nicht zur Hoffnungsstifterin.
Aber die Gedanken sind frei. Die Vorstellungskraft lässt sich nicht einkerkern. Die Samen der Pusteblume fliegen über Gefängnismauern. messenger.

Die alten Garagen sind abgerissen. Ein imposanter Baukörper entsteht an der gleichen Stelle. Der Löwenzahn, der bei den Garagen wuchs, hat seine Samen längst ausgesendet.

Ellen Strathmann-von Soosten