Herzlich Willkommen

auf den Seiten der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen.

Die Pfarrer*innen und weitere Ansprechpartner geben Ihnen gerne Auskunft.

Wir laden ein zu Gottesdiensten im Baumhofzentrum und in der Melanchthonkirche. Dort finden Sie ein vielfältiges Angebot unterschiedlicher Gottesdienstformen.

Die Petrikirche ist aus Sicherheitsgründen derzeit stillgelegt.

Eine Übersicht der aktuellen Termine erhalten Sie im Kalender, Informationen zu Amtshandlungen wie Taufe, Trauung und Beerdigung finden Sie auf dieser Seite ebenso wie die Angebote im Kulturraum /Melanchthonkirche.

Die Melanchthonkirche ist Gemeindekirche und Kulturkirche zugleich.

Die Evangelische Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen bietet vielfältige Möglichkeiten zur Teilnahme. Sie können einmalig vorbeischauen oder auf Dauer dazukommen. Es gibt aus der Gemeinde und in den Gruppen und Angeboten vieles zu entdecken. Wir freuen uns auf Sie.

 

Grusswort aus dem aktuellen Gemeindebrief

Liebe Leserin, lieber Leser!

In einer schwierigen Phase meines Lebens habe ich mich eine Zeitlang professionell beraten lassen.
Und lehrbuchmäßig bin ich in dieser Beratung auch in der eigenen Familiengeschichte angekommen. Ich fing an – wie man das so macht -, über die Fehler der Eltern zu klagen. Und die Beraterin ließ das zu.

Aber irgendwann sagte sie immer nach jeder Klage: „Ja und?“
Und ich: „Wie, ja und? Ist doch traurig.“
Und sie: „Ja, aber ist das jetzt der Freifahrtschein, dass Sie alles so weitermachen wie bisher? Wenn Sie das wollten, wären sie doch nicht hier und würden 80,- € die Stunde bezahlen“ (und das war noch ein Freundschaftspreis).

Irgendwie hatte ich ja tatsächlich den Wunsch, anders zu denken und zu leben als bisher. Sonst wär‘ ich da ja nicht hingegangen.
Dass ich dachte, es muss doch Besseres geben,das lag ja als Ahnung schon vorher in mir.
Ich hatte das Bild damals, als ob ich durch einen schmalen Spalt etwas Rufendes aus einer anderen Lebensmöglichkeit hören oder sehen könnte. So, als ob hinter dem Dunklen irgendwie Leuchtendes, Helles wäre.

Und davon wollte ich etwas in meinem Leben haben.
Nun erreicht Sie dieser Gemeindebrief zur Passions- und Osterzeit.

Und mir ist aufgefallen, dass es bei allen kirchlichen Festen auch um diesen Durchblick geht oder zumindest um die Ahnung, dass hinter dem, was schwer ist und oft dunkel, Helles, Gesundes, Heiles liegt. Und dass aus der Annahme dieses Heilen auch Heilendes in die Gegenwart fließen kann.

Am Karfreitag – erzählt bildlich die Bibel – reißt der Vorhang im Tempel, der das Allerheiligste vom Profanen trennte. Man kann durchblicken ins Allerheiligste, Ein „Erkenntnisspalt“ tut sich auf: So geht gottgewolltes Leben mit Hingabe an den Menschen und an das Leben.

Und dann Ostern ein weiterer Spalt:
Die Grenze Tod/Leben ist auch löchrig.
Dieses Leben in der Hingabe kann vom Tod nicht besiegt werden.

Genau wie der Tod einer Beziehung, das Sterben der Liebe zu einer bestimmten Person, nicht die Liebe überhaupt aus der Welt schafft, und auch nicht die Liebesfähigkeit einer Person beendet.

Wenn man offen bleibt für das Leuchten auf der anderen Seite, dann strömt doch daraus etwas in die Ordnung hier. (Wobei dieses, mein Reden von der anderen Seite nur ein Versuch ist. Die andere Seite ist ja auch in uns schon angelegt, in unseren Hoffnungen und guten Ideen; vielleicht braucht es nur eine Anregung dann und wann von außen, so dass wir uns dessen wieder gewahr werden.)

Jedenfalls erleben wir das und werden wir erleben, dass uns unsere Ahnung vom „Jenseits“ lebensfähig macht – ganz konkret.
Dass sie uns aus Verzweiflung holen kann, die sich durch das Wissen um das Leid, die Grausamkeit und Dummheit der Menschen (auch der eigenen) oft einstellen will.

Und noch dazu gibt es ja glückliche Momente schon jetzt: unsere Erfahrungen vom innerweltlichen Wiederaufstehen nach Krisen. Es gibt Helles und Heiles – schon jetzt.

Sowas erleben wir ja auch. Und auch das sind ja vielleicht „Durchblickshilfen“ auf das große Ganze, das wir in allen unseren Gottesdiensten feiern und das uns überlebensfähig machen kann und Impulse gibt für „österliches“ Leben – schon jetzt.

In diesem Sinne grüßt Sie Ihr
Eckhardt Loer

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