Herzlich Willkommen

auf den Seiten der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen.

Die Pfarrer*innen und weitere Ansprechpartner geben Ihnen gerne Auskunft.

Wir laden ein zu Gottesdiensten im Baumhofzentrum und in der Melanchthonkirche. Dort finden Sie ein vielfältiges Angebot unterschiedlicher Gottesdienstformen.

Die Petrikirche ist aus Sicherheitsgründen derzeit stillgelegt.

Eine Übersicht der aktuellen Termine erhalten Sie im Kalender, Informationen zu Amtshandlungen wie Taufe, Trauung und Beerdigung finden Sie auf dieser Seite ebenso wie die Angebote im Kulturraum /Melanchthonkirche.

Die Melanchthonkirche ist Gemeindekirche und Kulturkirche zugleich.

Die Evangelische Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen bietet vielfältige Möglichkeiten zur Teilnahme. Sie können einmalig vorbeischauen oder auf Dauer dazukommen. Es gibt aus der Gemeinde und in den Gruppen und Angeboten vieles zu entdecken. Wir freuen uns auf Sie.

Grusswort aus dem aktuellen Gemeindebrief

Auf ein Wort

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Söhne haben in diesem Herbst gelernt, wie man Kastanien zum Keimen und Wachsen bringen kann.
Kastanien brauchen einen “Kältereiz“. Man nimmt eine Kastanie, raut ihre Schale mit Schmirgelpapier auf, steckt sie in eine mit Sand gefüllte Plastiktüte und legt diese drei Wochen in den Kühlschrank. Dann keimt sie.

Nun könnte man sich ja einmal Folgendes vorstellen:

In jedem von uns wäre auch Samen angelegt für Gutes.

Etwas, das keimen könnte und wachsen.

Einzelne Samen: Wie man eine Situation gut lösen könnte, die einen erdrückt oder quält.

Wie man besser leben könnte, besser im Sinne von eigentlicher oder weniger eingeschüchtert oder ökologisch verantwortlicher.

Vielleicht ist solcher Samen zum Guten im privaten Bereich oder auch im lokal- und weltpolitischen Miteinander angelegt.

Aber damit das losgeht, braucht‘s vielleicht einen Reiz.

Einen Konflikt vielleicht.

Eine Not.

Dass man vielleicht irgendwann das alles leid ist, das böse macht oder ist, das einengt und zerstört – die Gier, das Laute und Schrille, die Gnadenlosigkeit – und sagt: „So nicht. Solche Töne wollen wir nicht mehr dulden. Dass ein Mädchen, dass sich für Klimaschutz einsetzt, als linksgrün-versiffte ,verwöhnte Göre beschimpft wird, dass Politiker bedroht werden, dass tonnenweise Gülle auf Felder gekippt wird, dass Nazi-Parolen wieder hoffähig werden, dass Clans meinen, jenseits unserer Gesetze agieren zu können, dass Ferkel unbetäubt kastriert werden und dergleichen.

Man besinnt sich auf seine Bilder von gutem Leben und geht in seinem Rahmen mit seinen Fähigkeiten an deren Verwirklichung.

Und: immer braucht das Wachsen Bewässerung.
Das, was in uns an Gutem angelegt ist, braucht zum Leben Unterstützung.

In einer biblischen Geschichte wartet ein gelähmter Mann jahrelang auf Heilung. Er meint, wenn er als erster in einen Teich gelänge, in dem ein Engel gerade gebadet habe, dann würde er gesund. Er kommt aber wegen seiner Lähmung nie als erster in den Teich.

Und nun kommt Jesus vorbei, spricht ihn an und sagt: „Steh auf und geh“ (ohne Umweg über den Teich). Denn – so Jesus weiter:

„Zu jeder Zeit ist mein Vater am Wirken und ich folge nur seinem Beispiel“. Zu jeder Zeit ist Heilkraft da: der Freund, der einem ehrlich die Meinung sagt, Kinder, die das Herz berühren, vielleicht manchmal das unerwartete Staunen über die Schönheit der Schöpfung und vielleicht auch die Kraft eines gerechten Zornes. Die Zeiten sind derzeit verwirrend und gefährlich.

Umso wichtiger, dass man sich „bewässern lässt“ von heilenden Ideen, offen bleibt für Veränderungen zum Guten und dass man handelt, als sei Veränderung möglich.

Ihr Eckhardt Loer