Herzlich Willkommen

auf den Seiten der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen.

Die Pfarrer*innen und weitere Ansprechpartner geben Ihnen gerne Auskunft.

Wir laden ein zu Gottesdiensten im Baumhofzentrum und in der Melanchthonkirche. Dort finden Sie ein vielfältiges Angebot unterschiedlicher Gottesdienstformen.

Die Petrikirche ist aus Sicherheitsgründen derzeit stillgelegt.

Eine Übersicht der aktuellen Termine erhalten Sie im Kalender, Informationen zu Amtshandlungen wie Taufe, Trauung und Beerdigung finden Sie auf dieser Seite ebenso wie die Angebote im Kulturraum /Melanchthonkirche.

Die Melanchthonkirche ist Gemeindekirche und Kulturkirche zugleich.

Die Evangelische Kirchengemeinde Bochum-Wiemelhausen bietet vielfältige Möglichkeiten zur Teilnahme. Sie können einmalig vorbeischauen oder auf Dauer dazukommen. Es gibt aus der Gemeinde und in den Gruppen und Angeboten vieles zu entdecken. Wir freuen uns auf Sie.

 

Grusswort aus dem aktuellen Gemeindebrief

Es ist alles so schrill.
Dieser Präsident mit den orangenen Haaren, der jeden Tag etwas anderes twittert. Diese riesigen Werbebeilagen von Media-Markt und Saturn.

Es ist so viel verlogen.
Giftgas in Syrien?
Nein, das ist nur ein Fake, sagen die Russen, erfunden, um Assad zu schaden. Wer lügt? Manipulation an Abgaswerten? Niemand in den Chefetagen hat etwas davon gewusst. Müssen die Angestellten heimlich gemacht haben.

Es ist so viel brutal.
Die Mutter, die ihr Kind im Internet zur Vergewaltigung anbietet.
Es ist so viel zum Verzweifeln.
Der Plastikmüll, der ganze Ozeane zerstört, die Armut, die Überbevölkerung und die Ressourcenausbeutung, die offensichtlich alle nicht zu stoppen sind.

Es ist um Verzweifeln:
Mein Vorsatz, geradliniger zu sein. Und dann knicke ich doch ein und bin freundlich und sage ja zu Sachen, von denen ich eigentlich nein meine.
Kirche soll doch aufmuntern, warum im Grußwort eines Gemeindebriefes sowas, was runterzieht? Und dann noch so viel? Und dann noch vor Pfingsten?

Soll Kirche aufmuntern?
Ich habe einen Satz gelesen, wie die Kirche sein sollte: Ein katholischer Kollege hat geschrieben: Kirche sollte ein Ort sein, an dem der Zweifel ein Asyl hat. Und er meint damit: Sie könnte der Ort sein, an dem das hinterfragt wird, was sonst so uneingeschränkt als gewiss erscheint. Man gierig sein muss und neidisch und laut und stark und rücksichtslos, weil man sonst nichts wird. Oder reich, weil man sonst nicht gesehen wird.

Ja, Zweifel ist gut.
Zweifel an dem, was und wie es ist. Verzweifeln nicht.

Wo aber soll die Kraft kommen, dem guten Anderen eine Chance zu geben? Der Theologe Paul Tillich schreibt im Jahr 1952:
„Wie kein anderes Wesen überschreitet der Mensch die Grenzen seiner gegebenen Welt. Er nimmt Teil an etwas Unendlichem, an einer Ordnung, die nicht vergänglich ist, nicht selbstzerstörerisch, nicht tragisch, sondern ewig, heilig, gesegnet. Wenn er das prophetische Wort hört, wird eine Antwort in der Tiefe seiner Seele geweckt, das Unendliche in ihm wird angerührt und jeder weiß, dass dies die Wahrheit ist.“

Daraus, aus jener Ordnung fließt Kraft, um diese Ordnung hier – jeweils am eigenen Ort – korrigieren zu können, wenn sie denn schlecht ist.
Pfingsten wird das ja gefeiert, dass neue Impulse in die Welt kommen. Dass die neue Ordnung – zu der Barmherzigkeit gehören und Fairness und Hoffnung und Liebe – uns berührt. Dass man sich nicht ängstlich zurückzieht in einen heimischen Kokon, sondern Fenster und Türen öffnet und mit Kraft und Lust selbstbewusst in die Welt geht. Und dass man‘s dann macht, das Gute, egal, ob‘s einem gedankt wird, ob‘s gesehen wird, ob‘s dann was ändert.

Man tut’s vielleicht sogar aus Trotz; auch wenn es aufs Ganze gesehen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.
Und die Leute, die spüren, es steht noch etwas aus, die – so sagt Jesus in der Bergpredigt – die sind selig. Und mit dieser Seligkeit retten sie die Welt.
Nie ganz. Nur zeitweise, nur im kleinen Rahmen, nur bei einem Problem vielleicht. Aber dass – bei allem Schlimmen und Bösen – immer irgendwo auch Menschen sich um das Gute mühen, das ermöglicht das Weiterleben und das lässt den Teufel weinen.

Mit besten Wünschen,
Ihr Eckhardt Loer

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